Haben Sie Fragen? Haben Sie Anmerkungen? Haben Sie Antworten oder Anekdoten? Wenden Sie sich gern an Ihre demokratische Schnecke und schreiben Sie eine E-Mail an diedemokratischeschnecke (at) gmail.com — Wir sind da und gut erreichbar. → 0110

0000


0001


0002
Vielleicht also, dachte die Schnecke am Morgen, könnte das ein guter Tag sein, um sich auf den Weg zu machen und dorthin vorzudringen, wo, glaubte sie ihrer Landkarte, nichts war. Terra incognita, sagte die Schnecke und musste sehr lachen. Aber warum sollte es ein solches Gebiet denn nun eigentlich nicht sogar in ihrer Nähe geben. (Ihre Terra incognita schien in etwa eine Tagesreise entfernt zu sein. Bisher hatte sie kein Plan, kein Zufall dorthin geführt.)

0003a
Sie hegte keine Hoffnungen auf ein Märchenreich, eine überirdisch hübsche Lichtung oder eine stattliche, saftige Wiese. Etwas wie eine Brache, nach gescheiterter industrieller Nutzung irgendwann von der Liste der infrage kommenden Grundstücke und nach und nach durch eine Verkettung von Zufällen, durch versehentliches Nicht-Erwähnen in Schriftstücken, von der Landkarte gerutscht. Von jener zumindest, die der Schnecke hier vorlag.

0003b
Hier ist ein Platz, und wir wollen uns jetzt erst einmal umsehen. Jetzt wollen wir erst einmal sehen, wer alles so da ist. Kommen Sie, so gut Sie können, näher. (Schon klar, das geht derzeit vielleicht nicht gut) (Aber wir sind ja darauf aus, miteinander zu „denken aus Liebe und um der Liebe willen. Liebe, Sehnsucht als Mittel der Erkenntnis brauchen; denkend, erkennend nicht von sich selber absehen müssen; einander ‚die Schläfe brennen‘ machen von ‚heißem Eifer in die Zukunft‘. Einander Namen geben, Rollen spielen, die durch die Alltagswirklichkeit nicht gedeckt sind und sie doch aus sich heraustreten, über sich hinausgehen lassen.“* Kommen Sie auf die Ihnen mögliche Art so gut Sie eben können näher. Und nehmen Sie sich bloß nicht alle Zeit der Welt.
* Christa Wolf: Nun ja! Das nächste Leben geht aber heute an. Ein Brief über die Bettine. In: Christa und Gerhard Wolf: Ins Ungebundene geht eine Sehnsucht. Gesprächsraum Romantik. Prosa und Essays. Aufbau 1986, S. 349



0004
#closedbutopen

0005a
Die demokratische Schnecke.

0005b
Ein großes Märchen.

0005c
Es war einmal der 1. April. Und die Schnecke sagte: Es könnte noch immer alles ein Scherz sein. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, nicht wahr? Alles, was ich an diesem 1. April hörte oder las, hätte kraft der Gewohnheit, an diesem Tag Scherze zu machen, wenigstens einen, aber wo ist der Scherz?

0006a
Alles hätte wirklich ein Scherz sein können, den sich jemand mit ein bisschen Sorgfalt und Wissen um Perfidität und das Menschenmögliche ausgedacht hätte. Oder mit wenig bis gar keiner Sorgfalt. Alles hätte ein guter oder schlechter Scherz sein können. Ich las die Tageszeitung, und alles hätte ein Scherz sein können. Und ich tat so, als zöge ich einen interessanten Gedanken, ein bisschen Hoffnung daraus. Das war ein Tag, um wirklich alles zu sortieren.

0006b
Nun sind wir hier, sind inmitten einer Text-Landschaft und hoffen, Sie sind auch da und bleiben eine Weile und sehen dies und und hören das oder vielleicht im Chor größer als den, den wir konzipiert haben — oder Stille und produzieren Unübersichtlichkeit und Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit und Übersichtlichkeit und sagen mit uns ab und sagen mit uns zu und kommen hoffentlich bis zum 22.4.2020 gelegentlich wieder hier vorbei.
#stuckathome

0007a
Übrigens, Die demokratische Schnecke ist mit Plakaten auf Papier im Münchner Stadtraum zugegen. Die Eckdaten für Spaziergänge zu zweit, in Familie oder als Gruppe der in einem Haushalt lebenden Personen finden Sie im Impressum! Machen Sie sich und uns / allen ein Bild davon*!
*Wir würden uns über Post an die demokratische Schnecke sehr freuen

0007b


0007c
Hallo? Guten Tag!

0008
Oh, was wollen Sie denn immer auf einen Punkt kommen. Wir können diese Lust nicht mehr teilen. Je mehr man von uns verlangt, auf den Punkt zu kommen, desto ausführlicher werden wir. Das ist nichts Pathologisches. Das ist etwas Demokratisches. Wir hoffen, Sie verstehen.

0009


0010
Also machte sich die demokratische Schnecke auf den Weg und wollte kein Witz sein, und wollte wirklich unter keinen Umständen ein Witz sein, aber seis drum, nicht wahr.

0011
Übrigens war und ist hier niemand auf Fakten aus. Oder, besser gesagt, die Fakten sollen unsere Märchen sein und wir erzählen die Sache so:

0012
Was wir hier haben:

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Es war einmal der 3. April, da schickte ich Ihnen eilige Grüße und teilte mit: „Ich grüße aus der Mitte der Gesellschaft. Ich als (Ihre) Schnecke des Vertrauens grüße nicht aus dem Untergrund oder von der Peripherie. Das habe ich so entschieden.“ Ich treffe jeden Tag neue Entscheidungen und sage immer: Ich halte Ausschau nach Ihnen. An diesem 3. April aber stimmte das nicht, da sah ich Sie nicht.

0014a
Vor kurzem war der 4. April, und mein souveränes Schneckenhaus lag in Trümmern! Aber nicht doch, so war es nicht. Ich wollte Sie nur kurz erschrecken. Ich stelle mir immer vor, dass Sie wirklich da sind. Ohne Sie will ich gar nicht leben.

0014b
Mein / unser kurzes Plädoyer dazu würde bedeuten: kill your darlings — ein paar davon. Aber da kommen ja neue.

0015
Dabei kommen wir aber eigentlich die ganze Zeit auf den Punkt. Merken Sie das nicht?

0016
Wie weit ist dieser Platz? Wie groß ist dieser Platz? Was hält dieser Platz aus? Wie könnte auf diesem Platz demonstriert werden? Falls nun irgendwer demonstrieren will. Bitteschön! Die Demonstration ist kein Stein, in dem sich eine andere Welt befindet. Die Demonstration ist keine Vorstellung eines feelings. Die Demonstration ist das Essen von gestern und der Sommer des nächsten Jahres. Wir sind mittendrin. Und jemand sagt: Genau das sollte dann auf meinem Grabstein stehen.

0017
Was war / ist denn das für ein Durcheinander, was sind denn nun die triftigen Gründe, und was sind die guten Gründe, um durch einander zu sprechen — anstatt durcheinander zu posten.

0018
an einem Tag wie heute, zum Beispiel,

0019
Genießen Sie die Aussichten?

0020
Genießen Sie die Aussichten?

0021
Ich will bloß nicht diese Nachrichtenflut, ich hätte sie lieber leicht unterirdisch und rausragend wir Möhrenkraut, daran kann man ziehen (und Rübezahl kommt durcheinander — und seine Prinzessin ist eh längst über alle Berge)

0022
natürlich, ▶ Willkommen!

0023
… und falls im Moment nicht alles zu hören ist, könnte es auch am Browser liegen.
Verstehen Sie / verstehst du, es war einfach so wenig Zeit, die Zeiten ändern sich derzeit so schnell.

0024
Wie ist es denn / nicht um die Verwendbarkeit der Wörter bestellt? → 0761

0025
nicht wahr ?

0026
Nicht wahr,
Wie schon gesagt.

0027
an einem Tisch?

0028
Das ist die Schnecke, die da spricht. Diese Schnecke wurde jetzt von den Ereignissen überrollt, aber nicht überholt. Ich / wir denke / n, sie kann auf der Höhe der Zeit sein. Was ich / wir sagen will / wollen: Es ist so gekommen. → 0240

0029
Wie sieht es denn hier aus?

0030
ist das neu hier?

0031
*neu: „Wenn ich es nochmal bedenke, war ich doch zu voreilig gewesen, als ich sie vorhin mit dem Ausdruck komisch belegt habe. Ich glaube, ich habe es mir wohl zu einfach gemacht als ich zu mir selbst sagte, daß ich sie nicht verstehe. Wenn ich ihnen das Etikett komisch aufklebe dann greift das zu kurz und ich erfasse nicht ihr ganzes Potential. Das wäre doch schade. Dazu kommt es nicht. Ich suche mir ein anderes Wort, für komisch. Sagen wir: neu. Was sich da vor meinen Augen offenbart ist: neu. Das Neue als neu zu sehen ist ein bißchen schwierig. Nein, es ist sogar ziemlich schwierig. Das Neue lässt ein Gefühl von Fremdheit und Verwirrung entstehen. Und die Fremdheit und Verwirrung lassen das Neue manchmal komisch aussehen. Und manchmal auch unheimlich. Aber im Kern ist es neu!“
No Sex, Toshiki Okada, Kammerspiele München, zitiert aus der On-Demand Aufnahme, 18.3.2020


0032
Es ist ernst, she said. This is serious. And those three bland words had more power than a hellfire sermon. Then she pivoted from statement to plea: Take it seriously.“* *
NY magazine, 18.3.2020

0033
Sie hören lesen seit Stunden Begrüßungen. Sie hören lässig vorgebrachte Reden. Launige Reden. Reden, die jene, die die Reden halten nicht selbst geschrieben haben. Die hat ihnen jemand geschrieben. Die hat ihnen jemand hier auf den Tisch gelegt. → 0103

0034
Sie hören Begrüßungsworte, von allen, die es schaffen, auf die Bühne zu kommen. Sie hören Begrüßungsworte, von allen, denen es einfällt, den Ort, an dem sie gerade stehen, eine Bühne zu nennen. → b

0035 a
Sie sprechen nun auch Begrüßungsworte. Sie sagen: „Beziehung hat viele Formen, sie steht auf dem Spiel, ist unfertig und hat Folgen.“*
* S. 38, Donna Haraway, Manifest für Gefährten

0035 b
Reden? → 0118

0036
min / max → 0538

0037
„Die dargebotene Landschaft verweist auf die Veränderbarkeit unserer ruinösen Strukturen in Lücken, Utopien und Alternativen hinein.“*
* Pressemitteilung, 26.3.2020

0038
wie wir gehen:

0039
Wir wollen auf jeden Fall für die angemessene Stimmung sorgen. Gerade an der angemessenen Stimmung sollte nicht gespart werden. Das ist dann leider schwer auszuhalten. Aber Sie schaffen das schon. Und wenn Sie das schaffen, schaffen Sie alles. So gut man alles schaffen kann.

0040
War das nicht das Märchen vom richtigen Auswerfen der Netze? Nein,

0041
Jetzt bloß keinen Fehler machen.

0043
Dieser Satz will Ihr Bestes.

0044


0045
Beispielsweise war da einmal Frau Holle, sehr berühmt, sehr bekannt, wenngleich man noch immer nicht viel über sie weiß. Dazu, natürlich, Goldmarie und Pechmarie, die eine fleißig, die andere faul. Beide mit ihren jeweiligen Eigenschaften zugegen, um ein Prinzip, eine Methode darzustellen. Frau Holle ist ja ganz auf Plausibilität aus und will aller Menschen Herzen für Goldmarie schlagen lassen, indem sie sie für ihren Fleiß reichlich belohnt, sie mit Gold überschüttet: „Wie oft mir das nun schon erzählt worden ist. Es müßte eigentlich durch das häufige Erzählen nun schon eine wissenschaftliche Wahrheit geworden sein.“* → 0047
* B. Traven: Das Totenschiff. Volk und Welt 1986, S. 58



0046
Aber am 2. April, und davor eigentlich auch schon und sicherlich immer noch, bin ich gar nicht mehr von der Methode Goldmarie überzeugt, weiß auch nicht mehr, ob ich es je wirklich wahr, sondern bekenne mich zur Pechmarie. Ja: Lasst die Äpfel am Baum. Ja: Lasst die Brote im Ofen. Ja: Schüttelt nicht die Bettdecken aus. Und ich überschütte Euch mit Gold. Ich mache mich sofort auf den Weg, reichlich Gold zu besorgen. Natürlich ist das Gold nicht Gold. Die Bettdecken sind vielleicht Bettdecken, aber das Brot ist nicht Brot, und die Äpfel sind keine Äpfel.



0047
dasselbe nochmal:

0048
„Was bringt die Sache zum Kippen?“

0049
„Schwer zu sagen, das müssen Sie selbst sehen“

0050
Was meinst Du?

0052
Eigentlich hätten wir Sie / uns gern gestern im Alten Atelier Franz von Stucks in der Villa Stuck begrüßt. Aber niemand von uns konnte kommen. Wir nicht. Sie nicht. Aber nun! Aber jetzt! → 0338

0053


0052


0058


0059
Ich habe keine Lust mehr „auf die späte Einsicht“ — ab jetzt muss alles stimmen:

0060
gerne schriftlich,
ich bin da und gut erreichbar: → 0062

0061
die
demokratische
schnecke
( at )
gmail
( dot )
com

0062


0063
→ 0134

0064


0065


0066
Zum aktuellen Standpunkt → 0007

0070
Heike Geißler, 1977
Anna Lena von Helldorff, 1977

0077
Subtext:

0079
say: „never“”!

0088
Nochmal: Es war einmal das Märchen von der Welt. Vielmehr: Es war einmal ein Märchen, das beinhaltete die ganze Welt und konnte sich schlichtweg nicht entscheiden, wo es beginnen sollte, wie es beginnen wollte, wie es verlaufen könnte und wie enden. Es sagte: … → b


0095 a
… Ich möchte mich einteilen in Vorleseeinheiten von dreißig Sekunden und bedarf als Märchen, das die ganze Welt enthält, folglich wirklich vieler Vorleser*innen. Ich bitte all die Vorleser*innen, genau dann mit dem Vorlesen des ihnen zugeordneten Teils zu beginnen, wenn ich es sage.
 Bitte beginne / bitte beginnt / bitte beginnen Sie jetzt.


0095 b
Es war einmal eine Zeit,

0099
Es war einmal ein Märchen, das machte sich auf, an Prozessen teilzuhaben und irgendwie wieder präsenter zu sein. Es sagte: Ich möchte halt vordringen in die Bereiche der politischen, ökonomischen, juristischen Textsorten, ich möchte zudem in der Mitte der Gesellschaft auf zeitgenössische Art stattfinden. → b


0100 a
Das Märchen erkaufte sich eine Umfrage (gar nicht so billig, wie es dachte, aber: old money, geht schon, das Märchen hat noch was auf Tasche, das Märchen hat allerdings keine mit Gold gefüllten Kisten irgendwo rumstehen, das kann man vergessen, so ist es nicht). → c


0100 b
Das Märchen ließ fragen: Wie, glauben Sie, sollte ich als Märchen ausgehen? Gut oder schlecht? Das Märchen wartet auf die finalen Ergebnisse der Umfrage. Es sagt: „Ich werde mich dann mit den Ergebnissen befassen. Ich werde die Ergebnisse der Umfrage in interne Untersuchungen einspeisen und daraus meine Schlüsse ziehen.“ Wenn nun aber jemand sagt „Es ist nichts weiter als ein Märchen auf Papier“, dann möchte ich schon sagen: Es ist ein Märchen auf Papier, und wir fürchten es alle. → 0101


0100 c
Ich als Märchen unterliege der permanenten Falschwahrnehmung.


0101
immer noch nicht

0104
Sehen sie,

0107


0109


0110
Das stimmt alles / nicht. Das ist aber gar / nicht wahr.

0111


0114
Liegt hier eine Rede?

0116
Ist das Ihre Rede?

0118
Haben Sie k / eine Rede dabei?

0119
Sie können Ihre Rede gern hier ablegen. Sehen Sie, dort liegen schon viele Reden. Legen Sie Ihre einfach dazu.

0120
„Bitte warten Sie (k)einen ­Augenblick!“

0122
„Bitte warten Sie keinen ­Augenblick!“

0123
einen ­Augenblick!

0124
Durchsagen dürfen nur 30 Sekunden dauern

0133
Das wissen Sie ja bereits, wir geraten immerzu in die Gefechte von Theorie und Praxis. Und wir gerieten schon immer in die Gefechte von Theorie und Praxis. Aber ja. Aber man sitzt ganz gut. Aber man kann nicht länger sitzen. Das geht so weiter. etc. PP.

0134


0135


0136
Note:
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0144


0146
Und es ist vollkommen / un / klar, was wir schon alles aufgegeben haben. Und es ist vollkommen klar, was wir schon alles aufgegeben haben. → 0821

0150
Es war einmal, es war einmal, → 0590

0198
Es war einmal eine Schnecke die machte sich auf, einen König zu finden, um ihm zu sagen: was wollen Sie denn von mir. Was ist denn Ihr Plan mit mir?

0199


0200
Es war einmal ein Anfang

0201
Dass ich aber hier als schon einmal per se Unterlegene zugegen bin, macht etwas mit mir, das können Sie sich ja hoffentlich vorstellen.

0202
Also machte sich die demokratische Schnecke auf den Weg und wollte kein Witz sein, und wollte wirklich unter keinen Umständen ein Witz sein, aber sei‘s drum, nicht wahr.

0203
Es war einmal eine Schnecke, die wollte ihre ganz eigene Sache machen und die wollte nicht schon wieder in jemandes Tirade verstrickt werden… in Verwechslungen

0205
und gibt’s denn da keine Korrekturfläche neben Ihnen, und muss denn da alles gleich raus, und muss denn da alles gleich ein Krieg sein

0206
Es war einmal eine Schnecke die war der Kriege so dermaßen überdrüssig,
aber hallo, sagte die Schnecke, das können sie aber laut sagen, davon hab ich ja so dermaßen die Nase voll

0207


0208
Die Schnecke also ging zuweilen, wie man sagen könnte, verloren, aber ach, sagte sie, wie soll denn irgendetwas verschwinden. Schauen Sie auf meine Landkarte, sagte sie, da irgendwo bin ich. Es trug sich aber zu, dass die Schnecke ihre Landkarte füllte mit Namen und Kontakten und Adressen.


0210
es war einmal dieser Satz und er ist noch, denn ich habe ihn gerade erst gelesen und es war einmal dieser Platz, und er ist noch, denn ich habe ihn gerade erst gesehen


0211
Es wäre optimal, diese Seite am Schreibtisch, also desktop zu besuchen. → 0053


0212
Die Schnecke beugte sich über ihre Landkarte und beugte sich unter der Last ihres Hauses, aber das konnte und wollte ja nun einmal nicht aufgeben.
 Über mein Haus kann ich nicht sprechen, sagte sie.


0213
Mein Haus steht nun wirklich nicht zur Debatte. Sie können mein Haus nun schlichtweg nicht als Haus betrachten. Finden Sie andere Worte, und wir treffen uns zum Gespräch.

0214
Ich sehe doch genau, wie Sie mein Haus als ein Haus betrachten, das den Besitzer wechseln könnte. So geht das doch nicht.

0215
Jedenfalls markierte die Schnecke mit einen Zirkel und anderen Geräten, die sich alle erwerben lassen, Regionen auf ihrer Landkarte und sagte: → b



0216 a
„Wenn wir von hier aus fünf Kilometer oder eine Tagesreise weit nach Osten gehen, gelangen wir in eine Zone mit recht progressiv denkenden Prinzessinnen, die der Öffentlichkeit bisher kaum aufgefallen sind, denn diese Prinzessinnen werden von ihrem Vater, dem König, der insgesamt bedeutend weniger progressiv als die Prinzessinnen ist, gut behütet, will heißen: Er ist halt auch einer dieser Könige, der seine Töchter durch sein strenges Regiment in den Untergrund und in die Nächte und in den Untergrund der Nächte treibt.“



0216 b
Zu dieser Karte, zu diesem Untergrund der Nächte kommen wir später, sagte die Schnecke und zog sich kurz zurück.

0217


0218


0219


0220
Die Schnecke lauschte, ob es etwas zu hören gab. Sie wollte alles hören und alles sein. Sowieso, sagte die Schnecke, betrachte ich meine Möglichkeiten nicht mehr als begrenzt. Ich bringe viele Möglichkeiten und Unmöglichkeiten zusammen und überführe sie in Verbundenheit. Vielleicht, sagte die Schnecke, ist das der richtige Moment, um Ihnen zu sagen, dass ich meine Wünsche wie Fakten formuliere.

0221
Hören Sie mal.

0222
später,

0225
später,

0230
Es war einmal eine Schnecke, und weil sie nicht gestorben ist, lebt sie noch heute – auf der Höhe der Zeit, und diese Schnecke sagte erst gestern: Ich habe ein Cape der Möglichkeiten, und ich wüsste wirklich überhaupt nicht, wie ich ohne dieses Cape auskommen sollte. Es ist aus schwerem Material geschaffen, ich bleibe damit überall hängen, aber das mag ich so sehr. Ich leihe es Ihnen gern einmal aus.

0240
Jedenfalls: Geht eine Schnecke durch den Wald und erzählt später zuhause: Du kannst dir gar nicht vorstellen, was mir heute passiert ist! Ich ging durch den Wald, ahnte nichts, war frohen Mutes, und plötzlich kam ein Pilz aus dem Boden geschossen!

0243
Also von mir aus — das können Sie jetzt alles auch das Ja der Schnecke nennen und ich sage auf so eine Art ja, dass ich nicht mehr nein sagen kann, verstehen Sie mich nicht falsch, es ist so, dass ich nun gar nicht mehr nein sagen will und dass ich so unterwegs bin, dass ich mit dem Ja zurechtkomme und keines Neins bedarf weil mich jedes Nein einfach zu viel kostet

0244
Es war einmal

0250
Es war einmal eine Ansprache, die auftrat, um sich gleich wieder zurückzuziehen. Sie lautete: „Verehrte Opfer und Täter, verehrte Konvulsionen und Trügereien, verehrte Landsitze und Townhouses, verehrte aussortierte Bücher und Verschollene, verehrte aufgebauschte Fakten und Anekdoten, verehrte Spaziergängerinnen und Spaziergänger durch Zeit, ich bin heute und hier zugegen, um Ihnen das Folgende zu sagen: Verehrte Genannte und nicht Genannte, ich komme zu dem Schluss, dass alles, was ich nicht sage auch nicht überhört werden kann.“



0251


0252
Das ist also die Landschaft meiner Freundschaften. Ja, sagte die Schnecke, ich weiß, wo meine Freundinnen und Freunde zu finden sind, alles ist auf der Karte notiert. Es gilt, durch die Territorien der Aufwühlung, der Zermürbung, der Kriege und der kriegerischen Auseinandersetzungen gut hindurch zu kommen, diese Gebiete weiträumig zu umgehen, durch eine andere Zeit zu meinen Freundinnen und Freunden zu gelangen.

0260
Was haben Sie gesagt? Ich würde Sie so gern gut verstehen. Dies ist keine technische Störung wir arbeiten daran

0261


0262
Also wirklich, sagte die Schnecke, ich spreche ja alle Zeit, als ob ich unter meinen Feinden hindurchspräche, weil ich ihren Widerspruch nicht verkrafte, weil ihr Widerspruch wie eine multifunktionale Waffe aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist, weil ihr Widerspruch etwas ist, das mich komplett außer Gefecht setzt, weil ihr Widerspruch eben als vollkommene Katastrophe zum Einsatz kommt. Und ich meine ja auch, dass ein Sklave der ist, der „nicht das sagt, was er denkt.“*
*Étienne Balibar: Freie Rede. Diaphanes 2019, S.13

0270
„Es war einmal ein Anfang und er ist nicht gestorben und so lebt er noch heute.“

0271


0272
Die Schnecke also beugte sich über diese Karte, und es war ihr sehr danach, nur noch jene Bereiche zu zeigen, zu sehen, die sie mochte. Das ist, sagte sie, meine Karte der Verbundenheit, ein Territorium der Verbündeten und Gefährt*innen. Und es war nun so weit, dass sie sagen konnte: Ist das nicht ein Fest?


0280



0281
Da vorn jedenfalls, sagte die Schnecke, und es wurde ihr sehr warm ums Herz, wie man so sagt, wenngleich es etwas anderes war, das sich in ihrem Körper vollzog, nämlich ein Weichwerden durch und durch, ein Weichwerden bis ins Haus hinein, das dennoch nichts an seiner Festigkeit einbüßte. Es war ein schöner Tag, es war ein Tag, an dem die Schnecke sich als das reichste Wesen wähnte, und es kam nicht infrage, es anders zu sehen. Sie wiederholte „Da vorn jedenfalls“, wies in eine ungefähre Richtung und fügte ihren Worten nichts weiter hinzu.

0285
los, jetzt:

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0287
Die Schnecke aber zeigte ihre Garderobe, und womöglich war ihr danach, sich heute wie ein General zu geben; ihr Cape bot ihr alle Möglichkeiten. Schritt sie nun nicht ganz herrschaftlich durch ihre Ländereien? Die Schnecke lachte laut: Herrschaftlich! Meine Ländereien! Sie ließ ihr Cape schwingen, sie beschrieb mit dem Schwung des Capes einen weiten Bogen und rief: Das alles sind Refugien der Zuversicht!

0288


0289
Es kam dann der Tag, an dem die Schnecke ihre Erzählerin, ihren Erzähler, ihre gesamte bisherige Erzählung über Bord warf. Nein, sagte die Schnecke, so ja nun nicht, denn nichts ist hier ist so, dass es möglich würde, etwas über Bord zu werfen.

0290
leider, leider

0291
Die Schnecke wollte die bestmögliche Landschaft überblicken, aber manchmal war alles, was dabei herauskam, eine Farbbetrachtung. Geld, Gelbgrün bis Ocker, mancher Hügel wirkte Rötlichgelb, so in etwa, und folglich wähnte sich die Schnecke an manchen Tagen als Farbexpertin, als Expertin der Farbbetrachtung, und das war ihr viel zu wenig.

0292
Und die Schnecke schaute also bedächtig hierhin, dorthin und sagte: Wie soll ich es sagen? Das ist es worüber ich mir in letzter Zeit sehr viele Gedanken gemacht habe, aber dann habe ich damit aufgehört.

0293


0294
Es sagte die Schnecke: meine schöne Landschaft ist ganz aus Beispielen gemacht. Meine schöne Landschaft erfährt nicht die beste Berichterstattung, und das ist schon seit Jahrhunderten so. Lassen Sie es mich am Beispiel der Prinzessin C erörtern: Ja, sagte Prinzessin C, meine Geschichte ist ein gutes Beispiel. Allerdings, sagte die Schnecke. So ist es.

0299
Es war also einmal Prinzessin C, die sagte, ja, ja. Dann gähnte sie. … Fortsetzung folgt → 0499

0300
„Wir verändern uns durch Kollaborationen sowohl innerhalb unserer Art als auch zwischen den Arten. In solchen Transformationen und nicht in den Entshciedungsbäumen autarker Individuen ereignen sich die Dinge, die für das Leben auf der Erde entscheidend sind. Anstatt nur Expansions- und Eroberungsstrategien unbeiirbarer Individuen zu betrachten, müssen wir nach Geschichten Ausschau halten, die sich durch Kontamination netwickeln. Wie also kann eine Ansammlung zu einem Ereignis werden?“*
* Anna Lowenhaupt Tsing. Der Pilz am Ende der Welt, S. 47f.

0301
hier?

0326


0327
Kennen Sie sich / kennst du dich (hier) aus?

0328


0331
Ach,

0332
Sie sehen Landschaft und Sie hören Landschaft. Sie hören an dieser Stelle, da wir nun schon seit Jahrhunderten gehen und da wir gerade erst losgegangen sind, die Landschaft sagen, Sie hören wirklich nicht uns, sondern die Landschaft sagen:

0333


0334
hier und dort:

0337
Wenn also wieder jemand auf die Idee kommt, sich an dergleichen zu erinnern und dergleichen zu vermissen und wiederbeleben zu wollen, dann können Sie mich, wenn Sie wollen, als widerständige, als mich widersetzende Landschaft denken.

0338
grundsätzlich,

0340
Hören Sie:

0341
Ach, ja,
Herzlich Willkommen. Wer sind Sie eigentlich?
Sind wir immer noch hier?

0343
die Fakten sollen unser Märchen sein:

0347


0349
ja, das wird schon.

0351


0352
Wir lesen: „Dieser Glaube an Wandern – zumindest Wandern auf dem Land – als etwas Tugendhaftes besteht fort. Beispiele dafür finden sich allerorten, Kürzlich stolperte ich über einen besonders ärgerlichen Essay in einer buddhistischen Zeitschrift, in dem es hieß, alle Probleme der Welt würden gelöst, wenn die politischen Führer nur wanderten.“*
* S. 151 Wanderlust. Eine Geschichte des Gehens. Rebecca Solnit. Matthes und Seitz 2019, 2. Auflage

0353


0354
Und wie ist die Aussicht?

0357
Die Aussicht könnte / nicht / besser sein — irgendwem ist immer der Blick in Richtung 1. / 2. / 3. versperrt.

0358
ja

0359
Und wir lesen, dass wir einander das Hinsehen schuldeten, wir dürften nicht wegsehen, nicht von den Nachrichten, nicht von den Abgründen der Anderen, wir müssen alles sehen wollen, denn sonst entziehen wir der Welt und den Anderen, den Nächsten und Fernsten, die Liebe.

0360
Was? Schon da?

0362
Was? Schon zu?

0363
Was es jetzt also zu sehen gibt: x

0364
Und ich wollte ihnen jetzt wirklich schon sagen, dass ich es sowas von überhaupt nicht aushalten kann, wenn sie so dermaßen engstirnig sind. Weil sie es überhaupt nicht sein müssten, also ganz und gar unabhängig von ihrer Kopfform, ist es überhaupt gar nicht sinnvoll, dass sie so engstirnig sind, falls sie es sind …
weil ich könnte sie so gern haben und ich bin ja schon fast dabei, sie gern zu haben, aber so engstirnig wie sie sind, geht das einfach nicht, ich muss doch auch die Folgen für mich bedenken, verstehen sie. Also ist mir auch egal, ob sie das verstehen oder nicht

0365
Wir würden Ihnen später eventuell sagen, dass das unser Geheimnis bleiben muss.

0371
Es ist an dieser Stelle Zeit für ein paar Beispiele aus der Praxis:

0373
( a )
( b )
( c )


0374
Beispiele → 0470

0375


0376
Haben Sie gut aufgepasst?
Wissen Sie, wo Ihr Pass sich befindet?
Alle Pässe fliegen hoch.

0378
Sie wissen das vermutlich längst. Aber das kann sie nicht mehr umwerfen. Diese Zeiten sind vorbei.

0384
Lied

0385
Es war einmal ein Märchen das wollte nicht zurückstehen und meinte: Lassen Sie es mich mal so sagen,
0401
so!,
0402
Es war einmal,
es war nochmal → 0095
0403
Es war einmal ein Fehler, der blieb für immer unbekannt.

0404
P a u s e

0407
Es war einmal dieser Satz und er ist noch, denn ich habe ihn gerade erst gelesen.
Es war einmal dieser Platz, und er ist noch, denn ich habe ihn gerade erst gesehen.

0420
Es war einmal ein Märchen und das war fest entschlossen, gut auszugehen, so dermaßen entschlossen, gut auszugehen. Also machte es sich auf den Weg und sortierte sich und lief plötzlich Gefahr, eine Fabel zu werden. Es schüttelte sich von da an alle Zeit und fragte: Sieht man mir schon was an?

0430
kennst du das Märchen der guten Vorsätze
kennst du das Märchen der redlichen Pläne
kennst du das Märchen vom Gemeingut?

0450


0460


0470
× Richtig: Wir verändern uns durch Kollaborationen sowohl innerhalb unserer Art als auch zwischen den Arten.

0480
das wird ein Hit
das wird ein Hit
das wird ein Hit

0498
Fortsetzung wie folgend:
Ich glaube, sagte sie und gähnte vor den Augen ihres Vaters mit derart offenem Mund, dass er meinte, sie breche gleich gänzlich auf; ich glaube wirklich, wiederholte Prinzessin C, ich muss frische Luft schnappen. So war es jede Woche und noch war dem König die Regelmäßigkeit nicht aufgefallen. Prinzessin C ritt aus. Kaum war sie dreihundert Meter vom Schloss entfernt, trieb sie ihr Pferd in einen rasenden Galopp. Weil sie die Satteltaschen wie jede Woche heimlich mit Gold befüllt hatte und das Pferd nicht schonte, verlor sie viele der Goldstücke auf den Waldwegen und in den Gassen der Stadt, durch die sie ebenso preschte. → b

0499 a
In der Stadt fürchtete man sich Woche um Woche vor ihr, sorgte sich immer, sie käme, um Gefangene zu machen oder würde jemanden zu Tode zu reiten. Man hielt sie für eine Furie, eine zornige Königstochter und betrachtete das Gold, das dann auf den Straßen lag, das sich unter dem aufgewirbelten Staub zeigte und manchmal Tage später noch in die Hände eines in den Ritzen zwischen den Pflastersteinen pulenden Kindes geriet, als gerechte Entschädigung für all die Angst, die die Prinzessin verbreitete.
 → c

0499 b
Tja, sagte Prinzessin C, mein Vater sitzt auf seinem Gold, er würde es nie verteilen. Er sagt: Wenn ich denen das Gold gebe, dann brauche ich sie ja gleich keine Abgaben mehr zahlen lassen. Man kann sich, sagte die Prinzessin, nicht aussuchen, bei wem man geboren wird, oder kann man? Jedenfalls schrieb man über sie das folgende Märchen: → d

0499 c
das folgende Märchen: Von der wütenden Prinzessin, die das Gold im Galopp verlor und zeichnete darin das Bild einer Prinzessin, die sich einmal in der Woche aufmachte, um Feste unter ihresgleichen auszurichten, aber durch ihre Wut auf das einfache Volk beim Ritt durch dieses Volk immer alles Gold verlor und nie ein Fest ausrichten konnte und darüber noch wütender wurde und beim nächsten Mal noch mehr Gold verlor.

0499 d
„Ich bin als Prognose zugegen“
„Ich bin als Zukunft zugegen“
„Ich bin eine Möglichkeit“,
die Fortsetzung folgt …

0500

bitte / danke

0501

Vielleicht müssen Sie ein paar Schritte zurück gehen. Vielleicht stehen Sie zu dicht an der Wand. Vielleicht fangen Sie noch einmal beim Anfang an. → 0201 Genau genommen empfehlen wir das sowieso. Fangen Sie bei diesem oder bei einem anderen Anfang noch einmal an. Wir warten hier auf Sie oder kommen gleich mit oder treffen später wieder aufeinander. Wir setzen nicht auf Planungen. Das muss nicht unter uns bleiben.

0505
eine Ansprache → 0251

0507
Und die Toten schrieben: Ich habe widerstanden, so lange ich konnte.

0509


0509
Weißt Du eigentlich
Wisst Ihr eigentlich
Wissen Sie eigentlich

0513
ist das hier etwa
k / eine Liebesgeschichte?

0514
undsoweiter

0515
Liebesgeschichte,

0516
Bitte ergänzen Sie / nicht

0517

Note

0518
Anekdoten, Liebesgeschichten

0520
müde

0522
Wir gehen hier, ohne es beabsichtigt zu haben, durch sehr private Zonen. Sehen Sie: das sind die sehr privaten Zonen und wir schleichen uns durch die privaten Zonen, um nicht in Privates verstrickt zu werden. Wir schleichen hier auch durch Ihre privaten Zonen. Wir bemühen uns, vorsichtig zu sein.

0533
Wir halten uns die öffentlichen Plätze als Schutzschilde vor das Gesicht und siehe da es mangelt nicht mehr überall an Schutz und Schirm und schon lange an den richtigen Informationen zur guten Ausrüstung.

0535
Wir treten nicht mehr mit Minimalforderungen an die sich als Maximalforderungen → 0037 verkleiden. Entschuldigung! Wir treten nicht mehr mit Maximalforderungen an die sich als Minimalforderungen verkleiden.

0538
Wir möchten jedenfalls jedenfalls, dass die unterbliebenen
die verhinderten
die unterbrochenen
dass die Liebesgeschichten
die kraft der Gegner
kraft der Materialien
kraft der Grenzen
die kraft der Gesetze
verhindert
unterbunden
aufgehalten
illegalisiert wurden und werden …

0540
… dass diese Liebesgeschichten unweigerlich sofort und für immer ermöglicht werden.

0541
Wir wollen auf jeden Fall für die angemessene Stimmung → 0040 sorgen.

0545
„If you fear something You’ll see something“

0546
„Die Idee der Eigenständigkeit verursachte eine Explosion neuer Erkentnisse. Im Begriffen der Eigenständigkeit und demnach des Eigeninteresses der Individuen (gleich welcher Größenordnung) zu denken, ermöglichet es, die Kontamination, das heißt, die Verwandlung durch Begegnung, außer Acht zu lassen. Individuen, die autark sind, werden durch Zusammenstöße mit anderen nicht verwandelt. Sie benutzen Begegnungen, um sich größere Vorteile zu verschaffen, erfahren dabei aber keine Veränderung. Um diese unwandelbaren Individuen im Auge zu behalten, braucht es keine Kunst der Wahrnehmung. Ein 'Standard'-Individuum reicht als analytische einheit aus, es steht für alle anderen. So wird es möglich, Erkenntnis allein durch Logik zu organisieren. Wenn es keine trans formierenden Begegnungen gibt, kann die Mathematik an die Stelle der Naturgeschichte und Ethnografie treten.“*
Anna Lowenhaupt Tsing. Der Pilz am Ende der Welt, S. 46f.

0549
Wenn Sie / nicht
frei wählen könnten, mit wem würden Sie sich dann gern / nicht unterhalten?

0550


0551
Sie setzen übrigens, während wir hier gehen, eine Zeit in Gang, die macht nur Ihnen selber keine Angst. Sie setzen übrigens, während wir hier gehen, eine Zeit in Gang, die beschert Ihnen selber die größten Ängste.

0552
Es waren einmal tausende Unmöglichkeiten und wenn man jetzt mal genau durchzählt dann sind von den Unmöglichkeiten nur noch soundsoviele da oder keine

0553


0554
Das ist / nie / der bestmögliche Ausgangspunkt.
Das ist der bestmögliche Ausgangspunkt.

0556

Ich versuche ja, nicht nur noch zu hören, was ich hören will.
Ich versuche ja, nicht nur noch zu sagen, was ich sagen will.

0559
Wie gesagt. Wie schon gesagt. Wie bereits mein Vorredner sagte. Wie schon meine Vorrednerin ausführte. Und worauf meine Vorrednerin nicht einging, was jedoch gesagt werden sollte was jedoch hier vorgetragen werden sollte

0561
Und ganz im Gegenteil: es ist unser größter Wunsch, dass alle da sind. Es ist unser größter und lange verheimlichter Wunsch, dass alle da sind und eine Weile bleiben. Und wir wollen vertrauen, und wir wollen ein Vertrauen erfinden. Und wir wollen in der Mitte vieler sein, das ist die bleibende und größte Romanze mit allen Ideen und Zukunftsplänen.
und es ist jetzt eben so
und es ist jetzt ein Fest.

0562


0563


0570
Und es war einmal ein Tag da sagten alle dasselbe und es ist schon wieder so ein Tag und immer ist so ein Tag und alle sagen dasselbe. Das hören Sie auch. Sie hören das Gesagte unterlegt von einem Bass, schwingend bis ins Mark und alle sagen dasselbe und alle hören dasselbe.

0590
Liebe*r ___
ich vermisse Euch / Sie / Dich so sehr. Oder ich vermisste Euch / Sie / Dich so sehr, und ich weiß nicht, wir haben uns so lange nicht gesehen, wo seid Ihr / sind Sie / bist Du überhaupt. Ihr seid / Sie sind / Du bist schrecklich unerreichbar, und es wäre ein Fortschritt, wenn Ihr / Sie / Du dasselbe über mich sagen könntet / könnten / könntest.

0600


0601
„Ich will, dass das
hier gelingt“! —
das Wiederholen,
das Wiederholen,
das Wiederholen:

0610 a
„Ich meine ja alles ernst“!

0610 a
„Ja, jetzt“. Ich würde gern noch einmal von vorn beginnen: „Hier* ist das Zentrum des Geschehens“, hier* geht es los: noch ist Platz. „Ich bin jetzt da (und gut erreichbar) und könnte gleich beginnen. „Ich beginne auf jeden Fall“ — das glaubt einem keiner, ich meine es aber ernst:

0620
Wenn es also etwas gibt, dass ich sagen möchte, dann möchte ich sagen, dass ich unmöglich sagen kann, was ich unbedingt sagen möchte oder muss, und es ist ein Problem auf der Höhe der Zeit, und ich habe es nicht verursacht, und ich habe nichts dagegen unternommen, denn ich wusste und weiß nicht: wie.

0633
ja, gleich

0640
Das muss nicht unbedingt
schlecht sein

0666
Es läuft also darauf hinaus, dass, wenn ich es mal so sagen darf die Worte Trauer tragen, versteht Ihr / verstehst Du / verstehen Sie?

0699
Sie bleiben hoffentlich
noch ein bisschen.

0743
Und wenn du uns so siehst / ihr uns so seht / Sie uns so sehen, dann fragst du dich / fragt ihr euch / fragen Sie sich schon / noch: Wie leben wir eigentlich zusammen?

0745
Rat, der, Räte, die

0746
Hatten Sie / Ihr
etwas
damit zu tun?

0747
„Das Verkennen war ebenso wichtig wie die flüchtigen Momente, in denen es gelang, etwas richtig zu machen.“*
* Haraway, S. 43

0748
„Wer käme auf den Gedanken, dass sie gerade eine gigantische Panne hinter sich haben?“

0751
und es trug sich zu und man trug es ab und es geht jetzt los

0753


0754
Man macht einen Schritt und dann noch einen. Wir wollen einen Fuß vor den anderen setzen; aber übrigens keine Kausalitäten erzeugen oder Folgerichtigkeit. Aber was nun ein Schritt ist — Oh Oh — da scheiden sich die Geister, da schon scheiden sich die Geister. Ist das jetzt ein Schritt und ist das jetzt ein Schritt?

0755
Es war / wäre / ist
also Zeit für keine / weitere / n Fragen.

0756
ja!

0758
inmitten einer freundlichen Architektur:

0759
Und wir fragten uns die ganze Zeit, wie es nun um die Verwendbarkeit der Wörter bestellt sei. Und wie um ihre Aussprechbarkeit. Und wir meinten nicht alle Wörter, sondern nur manche und sicherlich täglich mehr. → b

0761 a
Es war aber durchaus so, dass uns grundsätzlich nur die wenigsten Wörter Probleme beim Aussprechen bereiteten, unsere Zungen, der sogenannte Sprechapparat, war also intakt, es gab da nichts, was einen Logopäden länger als für einen Kontrollblick beschäftigt gehalten hätte. → c

0761 b
Aber wir konnten immer nicht aussprechen, es ging und geht eben nicht, es geht nun wirklich nicht.

0761 c
Es folgt die Liste der unaussprechbar gewordenen Wörter:

0762
„wird hier gerade aufgebaut?“

0763
Wir brauchen ein Arbeitswerkzeug, eine Platform. Die suchen wir jetzt? Ohne dabei die analoge Realität zu simulieren, wir lassen die räumlichen Referenzen hinter uns und wenden uns anderen / neuen Arbeitsräumen zu. → 0759

0764
Weißt du, was ich so lange schon sagen will:

0765
„wird hier gerade abgebaut?“

0766
„wie geht es denn hier jetzt weiter?“

0767
Die Reden und das Reden, wir sehen nach und finden: HOW TO SPEAK IN PUBLIC — A practical self-instructor for lawyers, clergymen, teachers, businessmen, and others. HOW TO DEVELOP SELF-CONFIDENCE IN SPEECH AND MANNER A book of practical inspiration: trains men to rise above mediocrity and fearthought to their great possibilities. Commended to ambitious men. HOW TO DEVELOP POWER AND PERSONALITY IN SPEAKING Practical suggestions in English, word-building, imagination, memory conversation, and extemporaneous speaking. GREAT SPEECHES AND HOW TO MAKE THEM … BY GRENVILLE KLEISER

0768


0777
In welcher Dimension befinden wir uns denn hier? Die Aussichten sind nur dann hervorragend, wenn sich die Perspektive bestimmen lässt, oder nicht? → 0202

0799
„captivating speech“

0800
Wie sieht es denn hier aus?

0801
[kleinere Pause]

0802
Die Windungsrichtung von Schneckenhäusern ist im Allgemeinen definiert durch den Schraubensinn

0803
„interpolated speech“

0804
„Windy speech which hits all around the mark like a drunken carpenter“

0806
Juhu, ich habe endlich den Überblick verloren.

0810
abbiegen?

0811
Und wenn ich dann denke, dass wir Gefährt*innen sind, dass wir so etwas wie Gefährt*innen sein könnten, und ich sage ja gleich noch, was das Wort Gefährt*in derzeit für mich bedeutet, dann sagen Sie wieder irgendwas, und dann schreiben Sie wieder irgendwas, und das hat wirklich nichts mit dem zu tun, was gerade besprochen wird, was eigentlich gerade nicht besprochen wird, na von mir aus. Jedenfalls: Jemand sagt Frieden und Sie sagen Krieg.



0820
Das macht, dass ich Sie aufgebe, weil ich nun einmal dazu mittlerweile begabt bin.

0821
Wir wollen ja sehr auf die Hindernisse hinweisen.
Wir möchten zuerst noch einmal auf die Hindernisse hinweisen.

Hier
die Hindernisse 1 bis 9.

0832
1 .

0833
Abgründe. Man erzählt sich von Abgründen und dass sie in den Unebenheiten und hinteren Ecken der Landschaft liegen. Aber davon bin ich nicht überzeugt, manch Abgrund tut sich unvermittelt und ganz plötzlich an der Stelle auf, die man / ich / wir für begehbar hielt / en. Ja, sogar für beständig.

0834
Da ist dann auf die Zeit eben auch kein Verlass, wenn sich plötzlich etwas verändert. Wenn sich plötzlich etwas verändert dann hat man / ich / wir mit einer falschen Zeit gerechnet.
 Oder?

0835
Die Geschichte der Katharsis muss natürlich ganz neu erzählt werden, und man könnte ja aufhören, Liebe, Hass und Politik mit Landschaft zu verwechseln.

0860
Wer erzählt denn hier immer in unsere / eure / deine / Ihre Angelegenheiten rein?

0879
: never
never
never again!

0880
Sie sind doch nicht privat hier.
Du bist doch nicht privat hier.
Ihr seid doch nicht privat hier.
Ich bin doch nicht privat hier.
Wir sind doch nicht privat hier.

0890


0891
1.
2.
3.
4.


0899
5.

0900
„für immer…“ wenngleich die sogenannte Ewigkeit ja immer seltener als Stellgröße auftritt.

0902
Das haben wir doch alles schon einmal gehört. Das hören wir doch alles ständig. Das kann man alles doch auch anders sagen. Bitte, formulieren Sie das um. Wenn Sie das bitte umformulieren könnten? Wenn Sie das bitte sofort, unverzüglich umformulieren würden? Das kann man ja so nicht stehenlassen. Können Sie das bitte anders sagen? Wie bitte? Was soll denn diese Frage?

0903
zum Beispiel

0904
Die Art der ausführlichen Rede wurde immer seltener gesehen, es blieb keine Zeit mehr dafür. → 0761

0905
Kennen Sie sich hier aus? Ist das hier Ihre Gegend? Ich bin noch nie hier gewesen. Aber das Gegenteil ist auch der Fall.

0906
nicht weiter so

0907
diese Gegend: ?

0908
biegen sie jetzt→ 0811 ab

0909
was?

0910

es ist ein Satzsterben
aller Orten
es ist ein Wortsterben
aller Orten
es ist so ein Absterben
aller Orten
in allen
vier Jahreszeiten.

0911
Eine Pressekonferenz
findet / fand nicht statt.

0913
Absage → 0769

0915
[ t ]

0916
Ach ja, es war einmal ein Tisch. und das kommt jetzt alles / nicht auf den Tisch.

0918
nicht wahr! → 0026

0919
1.000 gleichzeitig

0920
aber: wie?

0922
Es würden einige Reden zur Wahl stehen und man müsste etwas Zeit mitbringen, um alle Perspektiven zu lesen. → 0301

0923
„Wer so etwas sagt, verkennt den Sinn der Wörter.“*
* Haraway S. 43

0924
Wir sind auf jeden Fall an einem Ort, wo niemand den Sinn der Wörter erkennt. Wir sind auf jeden Fall an einem Ort, wo niemand den Sinn der Wörter verkennt. Hier wollen wir bleiben. Hier könnten wir unsere Vorräte auffüllen. Wir wollen keine Vorräte auffüllen, weil wir nicht annehmen wollen, es könnten schlechte Zeiten kommen.

0926


0927


0928
Nein, stop.
Wir wollen nicht mehr mit uns tragen als einen Zeitvertreib und ein paar Spanngurte oder Fäden.

0929
Ein großes Märchen ?

0939
„Drinnen setzten sie sich an einen Tisch → 0028 und […] dann schmiedeten sie offenbar den Plan, eine Anschlagserie […] zu verüben, um einen Bürgerkrieg auszulösen.“*
* S. 3, Süddeutsche vom Freitag, den 6.3.2020

0940
Und wir fragen uns nicht, warum wir uns das fragen, aber wir fragen uns: Wie sah denn dieser Tisch aus. Wie sah wohl dieser Tisch aus?

0941
Wie sieht es denn hier aus? ↔ Hat sich schon wieder / nichts / etwas verändert?

0943
Dabei waren wir eigentlich noch nie der Meinung gewesen, man könne, müsse, sollte jemanden mit seinen eigenen Waffen schlagen.

0944
Wir halten ja auch nichts von Waffen, nicht wahr. Es heißt allerdings, wir tun nichts anderes mehr. Und es heißt: Man kann /nicht/ alles vorher wissen. Und es heißt: Man kann alles vorher wissen. Und wir sagen: Es ist alles bekannt.

0947
gut möglich,

0948
Gut möglich, dass dieser Tisch dort eine Bühne ist. Gut möglich, dass dieser Tisch hier riesig ist. Lassen Sie uns diesen Tisch betrachten. Lassen Sie uns diesen Tisch benutzen.

0949
auf jeden Fall, ja

0950
Es ist nur manchmal / äußerst selten / nie genau so:

0952


0953
Subtext:

0958
Es war einmal
eine Zeit, in der ein anderes Märchen begann. → 0010

0959
„Anhand des Problems prekären Überlebens können wir sehen, was falsch läuft. Prekarität ist ein Zustand, in dem wir unsere Verletzlichkeit gegenüber anderen anerkennen. Um zu überleben, benötigen wir Hilfe, und Hilfe bedeutet immer, den Dienst eines anderen, ob gewollt oder nicht, zu beanspruchen. Wenn ich mir den Knöchel verstauche, kann ein kräftiger Stock beim Gehen helfen, ich mache ihn mir gewissermaßen dienstbar. Ich bin nun eine Begegnung in Bewegung, Frau-und-Stock. Ich kann mir kaum eine Herausforderung vorstellen, mit der ich konfrontiert sein könnte, ohne dabei auf die Hilfe anderer, Menschen oder Nichtmenschen, zurückzugreifen. Dass uns – wider alles bessere Wissen – die Fantasie vorgaukelt, jeder für sich allein überleben zu können, ist nur Ausdruck eines uns nicht bewussten Privilegs.“
Anna Lowenhaupt Tsing. Der Pilz am Ende der Welt, S. 47.

0960
Und sie sagte: Dass ich also alle Zeit demonstriere, das kriegt halt niemand mit, oder wie ist es?

0961


0963
Europe: „it's the final countdown“ (dö, dö, dö, dö … dödödödödö)

0977
Gut möglich, dass dieser Tisch dort eine Bühne ist. Gut möglich, dass dieser Tisch hier riesig ist. Lassen Sie uns diesen Tisch betrachten. Lassen Sie uns diesen Tisch benutzen.

0978
Es war einmal ein Tisch, der sich vor einiger Zeit in ein Märchen zurückgezogen hat. Was ja nur gut ist. Oder wie ist es?

0979
Dabei waren wir eigentlich noch nie der Meinung gewesen, man könne, müsse, sollte jemanden mit seinen eigenen Waffen schlagen.

0988
Wir halten ja auch nichts von Waffen, nicht wahr. Es heißt allerdings, wir tun nichts anderes mehr. Und es heißt: Man kann /nicht / alles vorher wissen. Und es heißt: Man kann alles vorher wissen. Und wir sagen: Es ist alles bekannt.

0990
Wir haben geschlussfolgert. Wir haben aus Versehen und am Puls der Folgerichtigkeit der Zeit einen Schluss nach dem anderen gezogen.

0991
--- container: h-large font: f-xlarge note: c-yellow container__class: no__padding tags: > "einmal","absage","schnecke","ansprache","wir","jetzt" --- start

0999
Vielen Dank
für alles

1001
1

Guten Morgen!
Guten Tag!
Guten Abend!
Wir haben also versucht, zuerst: die Schließung der Museen zu ignorieren und einfach beharrlich weiterzumachen, dann: die Ausstellung zu verschieben, schließlich: uns der Herausforderung #closedbutopen zu stellen, haben deshalb in Windeseile ein neues Konzept entwickelt, das mit dem alten nicht mehr alles teilt.
Wir sind jetzt also nicht in der Villa Stuck in München, sind nicht im Alten Atelier Franz von Stucks, sondern online. Das Onlineszenario, das eine Umformulierung jener Landschaft ist, die wir als Arbeitsraum für das Alte Atelier im Sinn hatten, wird aus einem digitalen Zettelkasten gespeist, in dem sich alle Materialien befinden, aus denen sich die Erzählung der Schnecke ergibt, aus denen das große Märchen verfasst.
Das Szenario ist ein work in progress. Auch nach der Eröffnung (oder wie wollen wir den Moment am 26. März nennen, wenn wir, nicht beieinander, sondern in München und in Leipzig sitzend uns via Skype Zoom verbinden und zur Feier des Tages, der Schnecke, des Moments anstoßen) wird die Website sich immer wieder in neuen Verfassungen zeigen.
Wir setzen auf den Zauber des Ortswechsels, plädieren für die spielerische Neugruppierung, und zeigen immerzu einen Text, der sich mal als Individualist, mal als Chor aus Zurufen aus der Mitte eines prall gefüllten oder plötzlich geleerten Territoriums zum Lesen und Hören präsentiert. Was Sie sehen können, ist uns ein Territorium der Verbundenheit, ein Unterfangen, das dazu einlädt, immer wieder den Überblick zu verlieren, Begrüßungen, Anfänge und Absagen zu feiern und hoffentlich die Aussicht(en) zu genießen.
2

Die demokratische Schnecke.
Ein großes Märchen.


hier, vom 26. März
bis 22. April 2020,
ausnahms-weise und ausnahmebedingt online;
konzipiert von
Heike Geißler und
Anna Lena von Helldorff
mit Anne Marr
(ursprünglich als Szenario
für das Alte Atelier),
Museum Villa Stuck München,
#stuckathome

Vielen Dank:
Michael Buhrs, Anne Marr, Adrian Sauer, Fedor Sauer, Kasimir Sauer
und Toni Schönbuchner
3




Sprecher:
Thomas Lindenberg
Sprecherin:
Heike Geißler

Audioproduktion:
Peter Hermans 
Studio:
Paul Zech
Darsteller
(Facebook-/Instagram-Video):
Kasimir Sauer und Fedor Sauer
Videoproduktion:
Adrian Sauer
onlineszenario
(Gestaltung / Programmierung):
Anna Lena von Helldorff
in Zusammenarbeit
mit Toni Schönbuchner
4 a
4
Die demokratische Schnecke ist mit Plakaten im Münchner Stadtraum zugegen:

Die demokratische Schnecke unterstützt die aktuellen Maßnahmen des Bayerischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege. Demnach ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur aus triftigen Gründen gestattet, z.B. zur Ausübung beruflicher Tätigkeiten, für Versorgungsgänge für Gegenstände des täglichen Bedarfs oder für Sport und Bewegung an der frischen Luft (alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung). Sollten Sie auf einem dieser Wege einem Plakat der demokratischen Schnecke begegnen, machen Sie folgende Dinge: lesen, abfotografieren, Bild an die demokratische schnecke schicken oder bei Instagram mit #diedemokratischeschneckemvs hochladen. Die Villa Stuck verlost zehnmal je ein Plakat-Set der demokratischen Schnecke.

Standorte der Litfasssäulen als Eckdaten für Spaziergänge zu zweit, in Familie oder als Gruppe der in einem Haushalt lebenden Personen:

Adalbertstraße, Adelgundenstraße/Mannhardtstraße, Adelheidstraße, Agilolfingerstraße, Agnesstraße, Agnesstraße/Tengstraße, Ainmillerstraße/ Römerstraße, Albanistraße, Albanistraße, Alexandrastraße/Liebigstraße, Am Bergsteig, Am Glockenbach, Arnulfstraße/Deroystraße, Auenstraße/Geyerstraße, Auerfeldstraße/ Sieboldstraße, Barbarastraße, Bauerstraße/Tengstraße, Bavariaring, Beethovenstraße, Belgradstraße, Bonnerstraße, Bruderstraße/Prinzregentenstraße, Claude-Lorrain-Straße/ Sommerstraße, Clemensstraße/Schleißheimerstraße, Clemensstraße/Apianstraße, Crusiusstr/Widenmeyerstraße, Dachauerstraße/Lothstraße, Daiserstraße/Wackersbergerstraße, Deroystraße, Destouchesstraße/Viktoriastraße, Destouchesstraße, Destouchesstraße, Destouchesstraße/Fallmerayerstraße, Dollmannstraße, Drächslstraße/Schornstraße, Drächslstraße, Düsseldorferstra.e, Eduard-Schmid-Straße, Elisabethstraße/Hiltenspergerstraße, Elisabethstraße/Isabellastraße, Elisabethstraße/Winzererstraße, Erich-Kästner-straße, Esswurmstraße, Falkenstraße, Farinellistraße/Hiltenspergerstraße, Franz-Joseph-Straße, Franz-Joseph-Straße/Habsburgerstraße, Franz-Joseph-straße/Habsburgerplatz, Frauenlobstraße/Reisingerstraße, Frauenlobstraße/Waltherstraße, Frauenlobstraße/Winckelstraße, Friedrichstraße, Gaisbergstraße, Gaißacher Straße/Esswurmstraße, Georgenstraße/Schleißheimerstraße, Gerhardstraße, Goethestraße/Pettenkoferstraße, Goethestraße, Goethestraße, Görresstraße/Lothstraße, Habsburgerplatz/Ainmillerstraße, Haidhauserstraße/Lucille-Grahn-straße, Hans-Mielich-Straße, Herzogstraße/Fallmerayerstraße, Heßstraße, Heßstraße/Lothstraße, Hiltenspergerstraße/Herzogstraße, Hetzigstraße, Hohenzollernplatz, Hohenzollernstraße, Hornstraße/Winzererstraße, Humboldtstraße/Plattnerstraße, Kaiser-Ludw.-Platz Kaiserstraße, Kapschstraße/Albrechtstraße, Karl-Theodor-Straße, Karolinenstraße, Katharina-von-Bora-Straße, Keuslinstraße/Hiltenspergerstraße, Keuslinstraße/Schleissheimerstraße, Kidlerstraße, Kölner Platz/Düsseldorferstra.e, Konradstraße Konradstraße/Friedrichstraße, Kräpelinstraße/Bummstraße, Krumpterstraße, Lamontstraße/Geibelstraße, Lazarettstraße, Leonrodstraße, Leopoldstraße, Lilienstraße, Lindenschmitstraße/Aberlestraße, Lindwurmstraße, Lothstraße, Lothstraße/Thorwaldsenstraße, Ludwigstraße, Maistraße/Tumblingerstraße, Mariahilfplatz/Südteil, Maria-Josepha-Straße, Marsplatz/Wredestraße, Marsplatz/Deroystraße, Maximiliansplatz, Mittermayrstraße, Mitterwieserstraße, Mozartstraße, Muffatstraße/Karl-Theodor-Straße, Mühlbaurstra.e/Zaubzerstraße, MünchenerFreiheit/Marschallstraße, Nigerstraße/Prinzregentenstraße, Nussbaumstraße, Nussbaumstraße/Mathildenstraße, Oettingenstraße/Theodorparkstraße, Ottostraße, Paradiesstraße/Widenmayerstraße, Preysingstraße, Prinzregentenstraße/Seitzstraße, Rablstraße, Rambergstraße/Türkenstra.e, Reichenbachstraße, Reutbergerstraße/Reichersbeurstraße, Reventlowstraße, Roßmarkt, Rumfordstraße/Baaderstraße, Sachsenstraße, Schachenmeierstraße, Scheidplatz, Schellingstraße, Schillerstraße/Pettenkoferstraße, Schmellerstraße/Tumblingerstraße, Schwere-Reiter-Straße, Schwester-Eubulina-Plat/Tassiloplatz, Sieboldstraße/Auerfeldstraße, Sieboldstraße/Barnabasstraße, Siegfriedstraße, St.-Wolfgangs-Platz/Barnabasstraße, Steinstraße, Tengstraße/Zieblandstraße, Thalkirchner Straße, Thalkirchner Straße/Reichertsbeurerstraße, Theodorparkstraße/Tivolistraße, Tillystraße/Deroystraße, Tristanstraße, Tristanstraße/Heckscherstraße, Trogerstraße/Prinzregentenstraße, Ungererstraße/Germaniastraße, Viktoriastraße, Viktor-Scheffel-Straße/Kaiserplatz, Virchowstraße, Wackersberger Straße, Waldeckstraße/Scharfzantweg, Weiglstraße, Weilerstraße, Winterstraße, Winzererstraße, Wolfgangstraße, Zeppelinstraße, Zieblandstraße/ Augustenstraße, Zirkus-Krone-Straße/Arnulfstraße, Zirkus-Krone-Straße/Schätzelstraße, Zittelstraße/Fallmerayerstraße, Zumpestraße/Lucille-Grahn-Straße
Änderungen vorbehalten,
Stand: Februar 2020
5

Angaben gemäß § 5 TMG: Das Museum Villa Stuck ist eine Stiftung der Landeshauptstadt München mit Schenkung Hans Joachim und Amélie Ziersch, vertreten durch den Geschäftsführer der Stiftung Villa Stuck / Direktor des Museums Villa Stuck:
Michael Buhrs, Prinzregentenstr. 60, 81675 München, Tel: (0)89-45 55 51-0, E-Mail: villastuck@muenchen.de, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: DE 174 176 653; Rechtsträger: Landeshauptstadt München – Kulturreferat (Anton Biebl); Körperschaft des öffentlichen Rechts; Zuständige Aufsichtsbehörde: Regierung von Oberbayern
Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RstV: Michael Buhrs, Direktor, Museum Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60, 81675 München
Konzeption, Gestaltung und Programmierung der Website: Anna Lena von Helldorff und Toni Schönbuchner Datenschutzerklärung Die Website www.diedemokratischeschnecke.de, betrieben durch das Museum Villa Stuck, misst dem Schutz der Privatsphäre hohe Bedeutung zu und beachtet die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Im Folgenden möchten wir Ihnen erklären, wie wir mit Ihren persönlichen Daten umgehen.
1. Allgemein: Verantwortliche Stelle für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DS-GVO ist: Museum Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60, 81675 München
2. Personenbezogene Daten: Personenbezogene Daten sind Informationen zu Ihrer Identität. Hierunter fallen z.B. Angaben wie richtiger Name, Adresse oder Telefonnummer. Die Erhebung und Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten geschieht unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften, insbesondere der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO). Soweit auf den Seiten von diedemokratischeschnecke.de personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies soweit möglich stets auf freiwilliger Basis. Die Nutzung der Angebote und Dienste ist, soweit möglich, stets ohne Angabe personenbezogener Daten möglich.
3. Wann und zu welchem Zweck erhebt das Museum Villa Stuck personenbezogene Daten? Grundsätzlich steht unsere Website allen Nutzern zur Verfügung, ohne dass persönliche Daten erhoben werden. Unsere Website fragt jedoch nach Ihren persönlichen Daten, wenn Sie sich für einen unserer personalisierten Dienste registrieren lassen wollen. (z. B. Newsletter). Wir verwenden Ihre persönlichen Daten nur, um Ihnen den Zugang zu unseren registrierungspflichtigen Diensten zu ermöglichen. Ihre persönlichen Daten werden also ausschließlich in dem nach dem Vertragszweck erforderlichen Umfang abgefragt, verarbeitet und genutzt. Wenn Sie auf unsere Websites zugreifen, werden automatisch Informationen allgemeiner Natur erfasst und als Server-Logfiles abgespeichert. Folgende Daten werden protokolliert: Besuchte Website; Uhrzeit zum Zeitpunkt des Zugriffes; Menge der Daten in Byte; Quelle/Verweis, von welchem Sie auf die Site gelangten; verwendeter Browser, Betriebssystem & anonymisierte IP-Adresse. Die erhobenen Daten dienen lediglich statistischen Auswertungen, diese Informationen lassen keine Rückschlüsse auf Ihre Person zu. Zudem werden diese Daten ebenso beim Zugriff auf jede andere Website im Internet generiert. Es handelt sich hierbei also nicht um eine spezifische Funktion unserer Website. Informationen dieser Art werden ausschließlich anonymisiert erhoben und von uns statistisch ausgewertet.
a. Bereitstellung der Webseite; Kommunikation mit uns: Bei der Kontaktaufnahme mit uns (z.B. per Kontaktformular, E-Mail, Telefon oder via sozialer Medien) werden die Angaben des Nutzers zur Bearbeitung der Kontaktanfrage und deren Abwicklung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b) DS-GVO verarbeitet bzw. gespeichert, damit auf diese zur Bearbeitung und Beantwortung Ihrer Anfrage zurückgegriffen werden kann. Die Übertragung dieser Informationen erfolgt unverschlüsselt. Ohne Ihre Einwilligung werden diese Daten nicht an Dritte weitergegeben. Wir weisen darauf hin, dass Ihnen ein Recht auf Berichtigung falscher Daten oder Löschung personenbezogener Daten zusteht, sollte diesem Anspruch keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegenstehen. Wir löschen die Anfragen, sofern diese nicht mehr erforderlich sind. Wir überprüfen die Erforderlichkeit alle zwei Jahre; Ferner gelten die gesetzlichen Archivierungspflichten. Der Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten zur Bereitstellung dieser Webseite und zur Kommunikation mit uns erfolgt aufgrund unseres berechtigten Interesses. Für die Bereitstellung dieser Webseite ist es technisch notwendig, dass wir bestimmte personenbezogene Daten verarbeiten (z.B. die IP-Adresse). Für Ihre Kommunikation mit uns ist es notwendig, dass wir mit den oben genannten personenbezogenen Daten umgehen. Im Rahmen der erforderlichen Interessenabwägungen haben wir Ihr Interesse an der jeweiligen Geheimhaltung Ihrer personenbezogenen Daten und unsere Interessen an der Bereitstellung dieser Webseite und der Kontaktaufnahme jeweils miteinander abgewogen. Ihr Interesse an der Geheimhaltung tritt dabei in beiden Fällen zurück. Wir könnten Ihnen gegenüber andernfalls diese Webseite nicht bereitstellen. Gesetzliche Grundlage für diese Datenverarbeitung zur Wahrung berechtigter Interessen ist Art. 6 Abs. 1 f) DS-GVO.
b. Registrierung: Pflichtangaben: Bei der Registrierung für die Nutzung der personalisierten Leistungen des Websites der Museum Villa Stuck werden personenbezogene Daten erfasst, wie Name, Kontakt- und Kommunikationsdaten wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Abhängig von dem jeweiligen Dienst werden zusätzliche Daten erfragt, wie z.B. Angaben zum Unternehmen, Geschäftsadresse, geschäftliche Kommunikationsdaten, Branche sowie Vertrags- und Abrechnungsdaten. Wir verwenden Ihre persönlichen Daten nur, um Ihnen den Zugang zu unseren registrierungspflichtigen Diensten zu ermöglichen. Ihre persönlichen Daten werden also ausschließlich in dem nach dem Vertragszweck erforderlichen Umfang abgefragt, verarbeitet und genutzt. Gesetzliche Grundlage für die Datenverarbeitungsvorgänge zur Vertragsdurchführung ist Art. 6 Abs. 1 b) DS-GVO.
c. Datenverarbeitungen mit Ihrer Einwilligung; Allgemeine Informationen zu Einwilligungen: Soweit Sie uns eine Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten für bestimmte, weitere Zwecke erteilt haben (z.B. Erhalt des Newsletters), erfolgt diese Datenverarbeitung auf Basis dieser Einwilligung. Details zu den Inhalten einer Einwilligung stellen wir bei Abfrage der Einwilligung zur Verfügung. Einwilligungen sind stets freiwillig. Beruht die Verarbeitung personenbezogener Daten auf einer von Ihnen erteilten Einwilligung, haben Sie das Recht, diese Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Dies gilt auch für vor Geltung der DS-GVO, also vor dem 25. Mai 2018, uns gegenüber erteilte Einwilligungen. Sie können einen Widerruf auch per E-Mail an villastuck(at)muenchen.de erklären. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf auf Grundlage der Einwilligung erfolgten Datenverarbeitung bleibt von Ihrem Widerruf unberührt. Gesetzliche Grundlage für die auf einer Einwilligung beruhende Datenverarbeitung ist Art. 6 Abs. 1a) DS-GVO.
4. Umgang mit Ihren persönlichen Daten: Ihre persönlichen Angaben werden vom Museum Villa Stuck auf einem besonders geschützten Server in Deutschland gespeichert. Das Museum Villa Stuck wird zu keinem Zeitpunkt ohne Ihr ausdrückliches Einverständnis Ihre Persönlichen Daten an Dritte weitergeben, es sei denn die Website des Museums Villa Stuck ist dazu aufgrund dringender gesetzlicher Vorschriften verpflichtet. Wir sind um alle notwendigen, technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen bemüht, um Ihre personenbezogenen Daten so zu speichern, dass sie vor unberechtigtem Zugang und Missbrauch geschützt sind. Diese Sicherheitsmaßnahmen bedingen, dass wir Sie gelegentlich darum bitten, einen Nachweis über Ihre Identität zu erbringen, bevor wir Ihnen Daten offen legen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, beim Umgang mit Daten die Regelungen von DS-GVO, TMG und BayDSG zu beachten. Um die Sicherheit Ihrer Daten bei der Übertragung zu schützen, verwenden wir häufig Verschlüsselungsverfahren (z. B. SSL). Unsere Server sind mittels Firewalls und Virenschutz gesichert. Back-up und Recovery sowie Rollen- und Berechtigungskonzepte sind für uns selbstverständlich.
5. Wie lange bleiben die Daten gespeichert? Wir speichern und verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten lediglich, solange dies für den jeweiligen Zweck (vgl. Abschnitt „Umfang, Zwecke und Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung“) erforderlich ist. In allen anderen Fällen löschen wir Ihre personenbezogenen Daten; ausgenommen sind nur Daten, die wir zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen (z.B. steuer- oder handelsrechtlicher Aufbewahrungspflichten) weiter speichern müssen.
6. Social-Media: Wir unterhalten Onlinepräsenzen innerhalb sozialer Netzwerke und Plattformen, um mit den dort aktiven Kunden, Interessenten und Nutzern kommunizieren und sie dort über unsere Leistungen informieren zu können. Beim Aufruf der jeweiligen Netzwerke und Plattformen gelten die Geschäftsbedingungen und die Datenverarbeitungsrichtlinien der jeweiligen Betreiber. Soweit nicht anders im Rahmen unserer Datenschutzerklärung angegeben, verarbeiten wir die Daten der Nutzer sofern diese mit uns innerhalb der sozialen Netzwerke und Plattformen kommunizieren, z.B. Beiträge auf unseren Onlinepräsenzen verfassen oder uns Nachrichten zusenden.
7. Ihre Rechte als betroffene Person Nach der Datenschutz-Grundverordnung stehen Ihnen folgende Rechte zu: Werden Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet, so haben Sie das Recht Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu erhalten (Art. 15 DS-GVO). Sollten unrichtige personenbezogene Daten verarbeitet werden, steht Ihnen ein Recht auf Berichtigung zu (Art. 16 DS-GVO). Liegen die gesetzlichen Voraussetzungen vor, so können Sie die Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung verlangen sowie Widerspruch gegen die Verarbeitung einlegen (Art. 17, 18 und 21 DS-GVO). Wenn Sie in die Datenverarbeitung eingewilligt haben oder ein Vertrag zur Datenverarbeitung besteht und die Datenverarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren durchgeführt wird, steht Ihnen gegebenenfalls ein Recht auf Datenübertragbarkeit zu (Art. 20 DS-GVO). Sollten Sie von Ihren oben genannten Rechten Gebrauch machen, prüft die öffentliche Stelle, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz.
8. Änderung unserer Datenschutzerklärung: Wir behalten uns vor, diese Datenschutzerklärung gelegentlich anzupassen, damit sie stets den aktuellen rechtlichen Anforderungen entspricht oder um Änderungen unserer Leistungen in der Datenschutzerklärung umzusetzen, z. B. bei der Einführung neuer Services. Für Ihren erneuten Besuch gilt dann die neue Datenschutzerklärung.
9. Fragen an den Datenschutzbeauftragten: Ansprechpartner und weitere Informationen. Wenn Sie noch Fragen zum Datenschutz im Zusammenhang mit dieser Internetseite haben, können Sie sich an das Museum Villa Stuck wenden villastuck@muenchen.de.
Landeshauptstadt München, Behördlicher Datenschutzbeauftragter, Burgstr. 4, 80331 München, Telefon: 089/233-28261 E-Mail: datenschutz(at)muenchen.de
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„Die Landschaft wird als Showroom der Möglichkeiten, Ängste und Hoffnungen inszeniert und eröffnet verschiedene Perspektiven auf deren Beschaffenheiten und Konstellationen“ … … Die Schnecke → 0210 tritt auf als Kundschafterin unseres Status quo und als Repräsentantin eines souveränen Hauses im Staat, der immer im Werden begriffen ist. Sie ist zugleich Figur und Berichterstatterin der Geschehnisse, ist die unwahrscheinlichste und vertrauenswürdigste Korrespondentin. Und natürlich gilt für ihre Berichte, Ausführungen und Anekdoten:* Wenn man das so erzählt, ich weiß schon, will das einem keiner glauben, aber es war so, genau so. … *
* Michael Köhlmeier
„Nicht nur im übertragenen Sinn sollte eine Landschaft inszeniert, vielmehr sollte sie auch bildlich mit dem Trägermaterial Papier nachgeformt werden, auf den Tisch gelegt, gestellt, gestapelt. Ist das hier zu Sehende ein Modell? Eine Vergrößerung? eine Verkleinerung? Ist es im Aufbau oder Abbau begriffen? Findet eine Fortsetzung statt? Wird es noch / weiter gehen? Wie geht es weiter?“ * Hier sind alle Geschichten wahr. Und sofort ist das Gegenteil der Fall. Die Lücken zwischen Ja und Nein, zwischen Positiv und Negativ, zwischen Exposition und Rückzug sind keine Brachen und eignen sich ebenso wenig für Spekulationsobjekte. Die Lücken sind hier der zelebrierte Raum der Möglichkeiten, der Umdeutung, der Verkehrung, der Freude am Spiel, der Show und auch der Liebe. Nicht grundlos heißt es in einem zum Szenario gehörenden Audioguide: Sie befinden sich jetzt mitten in einer Liebesgeschichte. Hier geht niemand verloren; was als Tour beginnt, mündet in ein Lob des Verstricktseins. Wenn es heißt: Oh ja, es waren wirklich einmal sehr beherzte Schritte. Hat jemand von beherzten Schritten gehört? Die Zeit der beherzten Schritte ist vorbei. Die Kulturtechnik des beherzten Setzens eines Fußes vor den anderen ist ausgestorben, kann darauf nicht mit Verzagtheit reagiert werden. Hier geht es immer weiter, weil es weitergehen muss, weil auf die Frage: Wann sind wir endlich da?, die ehrliche Antwort lautet: Wir sind voraussichtlich nie da, und das wollen wir alle wissen lassen.*

Pressemitteilung, 26.3.2020